Wer kauft ein Auto, das er noch nie gesehen hat?

Von Beginn an setzte die Elektro-Performance Marke Polestar auf einen Online-Direktvertrieb. Doch wer kauft ein Auto, das er noch nie live gesehen hat? Drei zukünftige Polestar 3-Besitzer geben Auskunft.

Als digitale Marke setzt Polestar auf ein digitales Erlebnis, bei dem Kundinnen und Kunden alles online erledigen können, von der Beratung, zur Konfiguration bis hin zum Leasing oder Kauf. Dennoch ist man sich bewusst, dass Kundinnen und Kunden auch den direkten Kontakt suchen und vor allem das Fahrzeug erleben wollen. Mit den Polestar Spaces schafft die schwedische Elektroautomarke die Schnittstelle zwischen Online-Vertrieb und stationärem Handel. In einem minimalistischen Umfeld, angelehnt an das skandinavische Design der Marke, kann man sich in den Polestar Spaces beraten lassen und Probefahrten vereinbaren. Bestellt wird im Anschluss online – ganz in Ruhe, mit einer klaren Preisstruktur und ohne Verkaufsdruck.

So auch beim Polestar 3, dem ersten Elektro-SUV der schwedischen Performance-Marke. Doch im Gegensatz zum Polestar 2, konnte man den Polestar 3 in der Schweiz bisher nur digital bestaunen. Bis jetzt. Ende August feierte der erste Elektro-SUV im Polestar Space in Zürich seine Schweizer Premiere. Mit dabei zahlreiche Gäste, Kundinnen und Kunden und zukünftige Besitzerinnen und Besitzer des sportlich, kompakten Performance-SUVs. Schon wenige Tage nach der Weltpremiere des Polestar 3 im Herbst 2022 in Shanghai gingen bei Polestar Schweiz die ersten Bestellungen ein. Nur wer kauft ein Elektro-Auto für knapp 100'000 Franken, das er vorher noch nie in echt gesehen hat? Drei zukünftige Besitzer verraten ihre Beweggründe.

Markus (56), Projektmanager

Sie geheren zu den ersten, die einen Polestar 3 reserviert haben, obwohl Sie das Fahrzeug zuvor nie live gesehen haben. Was hat Sie überzeugt?

«Ich habe mir damals die Weltpremiere des Polestar 3 im Internet angeschaut. Aber ja, live sehe ich das Auto hier im Polestar Space in Zürich zum ersten Mal. Ich bin ehrlich gesagt, nicht überrascht, er sieht genauso gut aus, wie bei der Weltpremiere. In den letzten Jahren habe ich alle meine Autos gekauft, bevor sie auf den Markt kamen, und so jetzt auch den Polestar 3. Das Design, die Leistung und die Ausstattung haben mich von Anfang an überzeugt.»

Kannten Sie Polestar vorher schon?

«Ja, durch Volvo. Polestar Engineered war und ist die Performance-Marke von Volvo, von daher kannte ich den Namen schon. Ich bin die letzten zehn Jahre Volvo gefahren und war immer sehr zufrieden. Mit dem Polestar 3 steige ich jetzt von einem Hybrid-Modell auf ein rein elektrisches Modell um. Ich habe mir auch die rein elektrischen Modelle von Volvo angeschaut, aber optisch hat mich der Polestar 3 einfach mehr begeistert.»

Der Polestar 3, wie auch der Polestar 2, werden einzig online verkauft. Ist das ungewöhnlich für Sie?

«Nein. Ich habe schon verschiedene Modelle online konfiguriert und auch gekauft. Für mich ist das nichts Neues.»

Und wie wird Ihr Polestar 3 aussehen und ausgestattet sein?

«Schwarz mit schwarz und voll ausgestattet.»

Bernhard (59), CEO & Founder Beratungsunternehmen

Sie haben einen Polestar 3 gekauft, ohne ihn vorher gesehen zu haben. Weshalb?

«Da muss ich ein bisschen ausholen. Die Geschichte mit Polestar geht zurück auf das Jahr 2017. Ich las damals ein Interview mit dem heutigen CEO von Polestar Thomas Ingenlath. Ich war begeistert von der Idee, der Vision, der Lockerheit und dieser Entrepreneurship von Polestar. Ich habe viele Jahre im Start-up-Bereich gearbeitet und hatte viel Sympathie dafür, dass jemand etwas Neues wagt. Ich habe die Entwicklung von Polestar aufmerksam mitverfolgt und freute mich sehr, als ich 2020 die erste Probefahrt mit dem Polestar 2 machen durfte. Ich war begeistert und habe kurz darauf auch einen Polestar 2 bestellt, den ich übrigens seither auch fahre. Die Erfahrung mit der Marke, das Vertrauen und die Begeisterung für Polestar gehen also weit zurück und waren für mich auch wichtig im Hinblick darauf, dass ich einfach ein Auto online bestelle, dass ich zu vor noch nie gesehen habe.»

Sie sagen es, ein Auto online zu bestellen, das macht man nicht alle Tage, oder?

«Der Prozess ein Auto einfach im Internet zu bestellen, war doch etwas ungewohnt. Ich kannte es zwar bereits vom Polestar 2, doch den habe ich vorher gesehen und bin ihn auch gefahren. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt auch bei einem anderen Autohersteller umgesehen und auch da war alles online. Für mich war klar, die neuen Unternehmen machen das jetzt einfach so. Es gibt zwar einen Showroom und man wird auch beraten, aber man bestellt nun mal online. Der grosse Vorteil, man hat die komplette Transparenz. Zudem haben wir alle doch schon online eingekauft, vielleicht jetzt nicht gerade ein Auto, aber kleinere Sachen.»

Dennoch Sie haben einen Polestar 3 gekauft, ohne ihn je gesehen zu haben. Hatten Sie keine Befürchtungen, dass Ihnen das Auto vielleicht doch nicht gefällt?

«Ich habe mich natürlich im Vorfeld mit dem Polestar 3 beschäftigt und alles mitverfolgt. Ich war dann auch beim Launch-Event des Polestar 3 dabei, welcher live im Polestar Space Zürich übertragen wurde. Ein sensationeller Event, ich war begeistert von der Professionalität und der Kreativität und auch davon, wie Thomas Ingenlath mit seinem Chefdesigner die komplette Show präsentiert hat. Ich bin nach Hause gekommen und habe zwei Tage später den Polestar 3 bestellt.»

Bei der Schweizer Premiere des Polestar 3 in Zürich Ende August haben Sie das Auto zumersten Mal gesehen. Immer noch begeistert?

«Absolut! Es war wirklich toll, das Auto endlich mal live zu sehen, endlich mal drin zu sitzen und auch die Dimensionen klar zu erkennen. Es gab zwar die Möglichkeit mit der Augmented-Reality-App von Polestar, den Polestar 3 über den Polestar 2 zu projizieren, was einem einen wirklich guten Eindruck vom Fahrzeug vermittelt hat, doch live ist es dann schon noch mal was anderes. Meine Begeisterung für den Polestar 3 ist ungebrochen und nachdem ich das Fahrzeug das erste Mal live gesehen habe, bin ich nach wie vor überzeugt. Gerade auch im Vergleich zum Polestar 2 ist der Polestar 3 noch mal um zwei Klassen besser. Die Wertigkeit, das Design, die Technologie, die Innovationen sind ausgereifter. Auch das Aussendesign wurde geschärft, es ist mutiger und kommt noch technischer daher, was mir sehr gut gefällt.»

Beat (60), Informatiker

Sie haben einen Polestar 3 gekauft, ohne ihn vorher je gesehen zu haben. Warum?

«Ich habe mir damals den Polestar 2 angeschaut und war schon fasziniert. Als dann der Polestar 3 lanciert wurde, musste ich nicht lange überlegen. Auch jetzt, wo ich ihn das erste Mal live sehe, bin ich zu 100 Prozent überzeugt, dass es das ideale Auto für mich ist.»

Ist der Polestar 3 Ihr Einstieg in die Elektromobilität?

«Nein, ich fahre bereits rein elektrisch. Ich bin aber nicht ganz zufrieden mit dem jetzigen Auto, weshalb ich jetzt zu Polestar wechsle. Zudem wollte ich ein Modell, das etwas höher gelegen, aber nicht so gross ist. Der Polestar 3 hat für mich die optimale Grösse.»

Polestar vertreibt seine Modelle ausschliesslich online. Ist es das erste Mal, dass Sie ein Auto online gekauft haben? Hatten Sie Bedenken?

«Ja und nein! Ja, es ist das erste Mal, dass ich ein Auto ganz konkret online reserviert und gekauft habe. Natürlich macht man das nicht alle Tage, aber Bedenken hatte ich deswegen keine. Online-Shopping ist heute normal, warum also nicht auch ein Auto übers Internet kaufen.»

Spielt für Sie als Informatiker die Software eines Fahrzeugs eine Rolle?

«Absolut! Da kann ich nicht aus meiner Haut. Das Android-Car-System im Polestar 3 ist für mich die beste Software, die man aktuell haben kann.»

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