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Driving Diary: Von Schweden bis in die Sahara

Ein guter Roadtrip braucht drei Dinge: gute Strassen, gute Musik und vor allem ein Fahrzeug, das ihm gewachsen ist. Für den Polestar 5 – ein Modell, das wie kein anderes für die Ambitionen von Polestar steht – kam deshalb nur eine Route infrage: die ganz grosse Reise.

Die ultimative Grand Tour.

Vom Polestar Hauptsitz in Göteborg bis in die Weite der Sahara in Marokko.

Auf dem Weg entstehen Erinnerungen, Unerwartetes wird passieren, und der Polestar 5 zeigt unter wechselnden Bedingungen, was ein aussergewöhnliches Fahrerlebnis ausmacht.

Die Reise

In den kommenden vier Wochen legen rund ein Dutzend Polestar 5 über 6’000 Kilometer quer durch neun Länder zurück. Die Route führt über einige der eindrucksvollsten Strassen Europas und durch eine Vielzahl an Landschaften und Klimazonen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Am liebsten würden wir dich auf diese Reise mitnehmen. Um das möglich zu machen, begleiten wir sie hier in einem Driving Diary, das laufend ergänzt wird, während sich die Fahrzeuge Schritt für Schritt in Richtung Nordafrika bewegen.

01/03

Göteborg – Kopenhagen

Es geht los. Von Göteborg in die Sahara.

Der Morgen beginnt früh, und es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir so zeitig starten. Ein kurzes Frühstück, mehrere schnelle Kaffees, die Fahrzeuge sind vorbereitet – dann sind wir unterwegs.

Die Strecke führt uns an zwei Wahrzeichen Göteborgs vorbei. Zuerst die Älvsborgsbron in ihrem charakteristischen Mintgrün. Danach der Vergnügungspark Lisberg, eine Art letzte Bastion der Stadt, bevor die offene Strasse beginnt.

Die Achterbahnen im Rückspiegel bewegen wir uns in Richtung Süden. Europa, wir kommen.

Keine drei Stunden später erreichen wir das Tor zu Kontinentaleuropa: die Öresundbrücke, die wie ein Bindeglied zwischen den nordischen Ländern und dem europäischen Festland wirkt.

Nach dem Überqueren der Brücke haben wir den ersten Tag geschafft und lassen den Abend in Kopenhagen ausklingen.

Kopenhagen – Hannover

Zuerst ein Kaffee, dann geht es im Konvoi weiter Richtung nächstes Ziel: die Fähre nach Deutschland.

Nur wenig später stehen wir im Stau. Südlich von Kopenhagen kommt der Verkehr auf allen Spuren zum Stillstand, ausgelöst durch ein Vorkommnis, das uns und viele andere aufhält. Kein idealer Auftakt, doch es dauert nicht lange, bis sich die Lage entspannt und wir wieder Fahrt aufnehmen. Schon jetzt zeigt sich, dass der Polestar 5 auf der Autobahn ein beeindruckender Anblick ist.

Während die dänische Landschaft vorbeizieht und der Tempomat uns ruhig voranbringt, wird die Zeit knapp, um die Fähre nach Deutschland zu erreichen. Am Ende verpassen wir sie nur knapp und müssen auf die nächste warten. Bei Sonnenschein fällt das allerdings nicht schwer.

45 Minuten später liegt Deutschland vor uns und damit die freie Fahrt auf der Autobahn. Zeit zu sehen, was die beinahe 900 PS in der Performance-Variante des Polestar 5 leisten können. Die Antwort: mehr als genug. Vor unserem eigentlichen Tagesziel legen wir einen Zwischenstopp in Hamburg ein. Zwischen Industriearchitektur und Elbphilharmonie entstehen erste Aufnahmen, begleitet von einem weiteren Kaffee aus einer lokalen Rösterei. Dann geht es weiter in Richtung Hannover.

Polestar 5 driving on a city road under an overpass
Langsam erkennen wir ein Muster: Auto, Stadt, Fluss, Strasse.
Hannover – Strassburg

Wieder ein früher Start. Der Weg in die Sahara ist noch lang, und wir gewöhnen uns langsam an den Rhythmus der Reise.

Unser einziger Stopp für ein Shooting am Flughafen Frankfurt stellt sich als kleine Herausforderung dar, doch zurück auf der Autobahn kehrt die Begeisterung schnell zurück. Die Performance des Polestar 5 macht jede Autobahnauffahrt zu einem Erlebnis.

Nächster Halt: Strassburg. Eine weitere Stadt, die sich durch ihre Lage am Wasser auszeichnet. Langsam erkennen wir ein Muster: Auto, Stadt, Fluss, Strasse. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sehr sich Landschaft und Charakter der Reise im weiteren Verlauf verändern werden.

Ihre schneebedeckten Gipfel erscheinen wie Orientierungspunkte in der Ferne.
Strassburg – Annecy

Die Landschaft beginnt, sich spürbar zu verändern. Weite Felder machen Platz für kurvige Bergstrassen, bis sich schliesslich die Alpen am Horizont abzeichnen. Ihre schneebedeckten Gipfel erscheinen wie Orientierungspunkte in der Ferne.

Berge haben auf mich eine besondere Wirkung. Sie bringen eine Ruhe mit sich, die sich kaum in Worte fassen lässt. Gleichzeitig zeigen diese Riesen eine beeindruckende Präsenz – sie existieren seit jeher und werden auch nach unserer Zeit noch lange bestehen bleiben.

Die Strecke führt uns nach Genf, eine Stadt, die für ihre Präzision und Pünktlichkeit bekannt ist. Im Kontrast dazu wirkt das Fahren hier überraschend hektisch. Jeder scheint es eilig zu haben. Auch wir halten nur kurz auf einer Brücke im Chaos der Stadt, um den Polestar 5 fotografisch einzufangen. Dann geht unsere Reise weiter.

Mit jeder Etappe wird deutlicher, wie sehr sich die Bedingungen entlang der Route verändern. Während der Frühling in vielen Teilen Europas schon Einzug hält, erinnert die Reise gleichzeitig daran, wie kühl und dunkel die Winter in Skandinavien sein können. Meine schwedischen Augen haben sich noch immer nicht ganz an dieses Licht gewöhnt.

Annecy – Mane

Wie sich herausstellt, hat der landschaftlich eindrucksvollste Teil der Strecke noch gar nicht richtig begonnen. Oder zumindest anders als erwartet. Ich bin beeindruckt – die Landschaft ist bildschön und kaum zu übertreffen. Berggipfel, weite Wiesen mit Kühen, Fahrradfahrerinnen und Wanderer.

Hinter jeder Kurve verbirgt sich ein Blick auf sattes Grün und Bergspitzen, auf denen die letzten Schneereste in der Sonne glitzern. Mit diesen kurvigen Strassen beginnt auch der eigentliche Fahrspass.

Die Serpentinen führen immer wieder ins Tal hinein und zurück hinauf in die Berge. Für die Reifen des Polestar 5 bedeutet das die Herausforderung des Tages, aber auch in scharfen anspruchsvollen Kurven bleibt das Fahrzeug souverän und baut kontinuierlich Grip auf.

Ist die Natur der beste Designer? Diese Strecke liefert eine überzeugende Antwort.
Mane – Nizza

Ein weiterer Tag, eine weitere eindrucksvolle Route. Nach zwei Stunden beginnt unsere Fahrt bergab in Richtung Nizza. Die bisher üppigen, sanften Hügel verwandeln sich in eine deutlich mediterranere Landschaft.

Graue Felsformationen, durchzogen von immergrünen Pinien, prägen nun das Bild. Um uns herum türmen sich die Felsen auf und wirken beinahe wie Wellen, die ineinander übergehen. Entstanden über Jahrtausende hinweg und geformt von gewaltigen Kräften, strahlen sie heute eine Beständigkeit aus und erinnern an schlafende Riesen. Der Gedanke, dass sie lange vor uns existierten und noch lange nach uns bestehen werden, wirkt unerwartet beruhigend.

Entlang dieser Strecke liegt auch der berühmte Tunnel, den wir bereits auf unseren Social Media Kanälen gezeigt haben. Kurve für Kurve begleitet uns ein türkisfarbener Fluss und prägt den Verlauf der Strasse. Ist die Natur der beste Designer? Diese Strecke liefert eine überzeugende Antwort.

Etwas später als geplant erreichen wir am Abend Nizza. Ob die Stadt ihrem Ruf gerecht wird, bleibt eine Frage für ein anderes Mal.

Das Fahrzeug hat Spuren hinterlassen, also hinterlassen wir ebenfalls welche
Nizza – Aix-en-Provence

Wie jeden Tag, starten wir auch heute früh. Wir machen uns auf den Weg zurück zu dem eindrucksvollen Pass, den wir gestern hinabgefahren sind. Bergauf fahren hat seinen eigenen Reiz. Später bremsen, sich von der Strasse verlangsamen lassen, den Grip in den Kurven spüren und fühlen, wie sie enger werden. Das ist Fahrspass in seiner reinsten Form.

Nach etwa einer Stunde schlagen wir an einem Kreisverkehr eine neue Route ein und errichten auf einem kleinen Dorfplatz unser Base Camp. Die Einheimischen beobachten neugierig, was hier passiert: Wir verlegen ein Starlink-Kabel bis zur lokalen Bäckerei und beginnen, den Content des Tages hochzuladen.

Die Strecke nach dem Mittag führt durch Wälder, Lavendelfelder und Weinberge. Die Landschaft ist eindrucksvoll, fast schon überwältigend. In Momenten wie diesen lohnt es sich, die Kamera auch mal beiseitezulegen und einfach alles in sich aufzusaugen.

Aix-en-Provence – Montpellier

Umgeben von Feldern, so weit das Auge reicht, beginnt unser Tag. Und selbst in dieser ländlichen Gegend zeigt sich, wie unkompliziert Laden sein kann. Nach einem kurzen Stopp machen wir uns auf die Suche nach weiteren Essentials, denn ein Roadtrip dieser Art läuft nicht allein elektrisch. Auch ein gewisser Koffeinbedarf hält das Projekt zuverlässig in Bewegung.

 Versorgt mit Toro Rojo und etwas Obst, setzen wir die Fahrt in Richtung Content Hub fort. Die Strecke führt über eine schmale Strasse durch einen nebligen Wald, bis sich plötzlich ein Weingut zu unserer Linken öffnet. In diesem Moment wird klar: Wir sind angekommen.

Auf unserer bisherigen Reise haben wir neue Freunde gewonnen. Die gemeinsame Zeit auf der Strasse hat uns enger zusammengebracht. Das Fahrzeug hat Spuren hinterlassen, also hinterlassen wir ebenfalls welche. Jedes Mal, wenn jemand das Team verlässt, verewigt er sich mit seiner Unterschrift auf einem der Autos. Ich bin gespannt, wie es am Ende dieses Abenteuers aussehen wird.

Während sich der letzte Nebel lichtet, setzen wir unseren Weg in Richtung Montpellier fort. Eine Stadt, die gleichzeitig schön, lebendig und voller Energie ist. Nächstes Ziel: spontane Action rund um den Arc de Triomphe.

Montpellier – Gibraltar

Mehr als 2'000 Kilometer in einer Woche – das war in jeder Hinsicht intensiv.

Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Hier sind einige Eindrücke von unterwegs.

01/10

Selbst nach einem Monat unterwegs fühlt es sich an, als würde das eigentliche Abenteuer erst jetzt beginnen.

Marrakesch – Ouarzazate

Heute Morgen liegt eine besondere Stimmung in der Luft auf dem Parkplatz. Eine Mischung aus Vorfreude und Erwartung. Vielleicht getragen vom Wind aus der Richtung, in die wir aufbrechen.

Die Landschaft um uns ist in Beige- und Rottönen gehalten, doch am Horizont zeichnet sich etwas deutlich Grösseres ab: das Atlasgebirge. Wir starten im ersten Licht des Tages. Auf Motorrollern sitzen oft ein paar Menschen mehr als vorgesehen. Pick-ups werden kurzerhand zu Bussen umfunktioniert. Während wir durch die Dörfer fahren, öffnen sich Garagentore, Marktstände entstehen wie aus dem Nichts, und Minztee wird aus beeindruckender Höhe in wartende Gläser eingeschenkt.

Dann beginnt der Aufstieg.

Die Strasse windet sich in Richtung Tizi n'Tichka, dem höchsten bedeutenden Gebirgspass Nordafrikas. Überladene Lastwagen kämpfen sich bergauf. Schafe, Hunde und Katzen scheinen ohnehin Vorfahrt zu haben. Mit jedem Kilometer verändert sich die Landschaft.

Selbst nach einem Monat unterwegs fühlt es sich an, als würde das eigentliche Abenteuer erst jetzt beginnen.

Auf 2'260 Metern über Meer wirkt der Gipfel unendlich weit entfernt von Göteborg. Die eine Seite des Gebirges zeigt sich rau und grau, die andere leuchtet in Grün-, Gelb- und Rottönen. Entlang der Abfahrt reihen sich Geschäfte mit farbenfroher Keramik und Textilien.

Hinter den Bergen weicht das Grün langsam zurück. Die karge Landschaft wandelt sich von Grau zu Rot. Man spürt, dass wir uns der Sahara nähern. Im Tal von Telouet fügen sich aus lokalem Stein gebaute Häuser nahtlos in die Felslandschaft ein, während sich ein Fluss wie ein grünes Band durch die Szenerie zieht.

Nach dem Mittagessen halten wir für das letzte Shooting des Tages – und werden sofort von drei zutraulichen Welpen begrüsst. Ein paar Streicheleinheiten später wird bereits darüber diskutiert, wie realistisch es wäre, sie mit nach Hause zu nehmen.

Gegen Abend geht die felsige Landschaft allmählich in Sand über. Die Sahara rückt näher. Und mit ihr das Gefühl, dass das Abenteuer gerade erst beginnt.

01/05

Merzouga

Heute ist der Tag. Weiter südlich wird uns diese Reise nicht mehr führen. Ab jetzt geht es wieder zurück.

Der Morgen beginnt mit einem kleinen Zwischenfall. Eines der Begleitfahrzeuge hat einen platten Reifen. Man würde meinen, die Ursache liege in den Strassen, die uns hierhergeführt haben. Tatsächlich steckt ein Nagel aus dem Hotelparkplatz im linken Hinterreifen. Eine schnelle Reparatur später sind wir wieder unterwegs.

Die Ausläufer des Atlasgebirges verschwinden langsam im Rückspiegel, während die Landschaft immer flacher wird. Die Dörfer werden kleiner. Die Temperaturen steigen.

Kinder laufen am Strassenrand, als der Konvoi vorbeifährt. Sie winken, lachen, beobachten uns. Einige machen eine Geste, die wir auf dieser Reise oft gesehen haben: eine kurze Handbewegung, als hätten sie etwas Heisses berührt. Die gleiche Geste wie nach einem gelungenen Tunnelpass im Fussball.

Die Szenerie verändert sich erneut. Grauer Fels ersetzt die grünen Täler. Über der Strasse flimmert die Hitze.

Dann knackt es im Funkgerät. 

«Schaut mal. Die Ziellinie.»

Zunächst ist es nur ein verschwommener Fleck am Horizonz. Dann wird er klarer. Gewaltig. Orange. Endlos.

Die Sahara.

Nach 6'000 Kilometern haben wir es geschafft.

Wir treffen unseren Guide und fahren weiter in Richtung Dünen. Fahren auf losem Sand – eigentlich nicht das Terrain, für das der Polestar 5 gemacht ist. Doch mit fein dosiertem Gaspedal und überraschend leistungsfähigen Reifen erreichen wir unser Ziel problemlos.

Bei 38 °C beginnen wir unser Fotoshooting.

Vielleicht sind es die klaren Linien des Fahrzeugs. Vielleicht die Art, wie die Dünen vom Wind geformt wurden. Was auch immer der Grund ist: Der Polestar 5 wirkt hier erstaunlich selbstverständlich.

Dann ändert sich das Wetter.

Ein Sandsturm zieht am Horizont auf, und plötzlich fahren wir gegen das Licht. Die Fotografen würden am liebsten bleiben – solche Bedingungen erlebt man nicht oft. Die tief stehende Sonne taucht den aufgewirbelten Sand in ein warmes Licht und verwandelt die Wüste in eine riesige, bewegte Softbox.

Doch die Regel ist klar: kein Fahren bei Dunkelheit. Widerwillig brechen wir auf.

Die Rückfahrt verläuft still. Abgesehen vom Wind und dem Prasseln des Sands auf die Karosserie spricht kaum jemand. Alle wissen, was das bedeutet.

Wir haben das Ende erreicht.

Wir sind auf dem Weg nach Hause.
Ouarzazate

Der folgende Morgen bringt einen letzten Zwischenstopp: das Noor-Kraftwerk.

Das Wetter könnte kaum unterschiedlicher sein. Dunkle Wolken hängen über der Wüste, Blitze zucken vor uns. Regen setzt ein. Trockene Flussbetten füllen sich plötzlich mit Wasser, Strassen verwandeln sich in Bäche.

Marokko überrascht uns weiter.

Am Horizont erscheint in der Ferne ein heller Punkt. Noor III.

250 Meter hoch und umgeben von rund zwei Millionen Spiegeln, die sich über eine Fläche von 3'000 Hektar erstrecken, ist es das grösste solarthermische Kraftwerk der Welt.

Je näher wir kommen, desto mehr scheint die Spitze des Turms zu brennen. Tausende Spiegel bündeln das Sonnenlicht auf einen einzigen Punkt und erzeugen ein leuchtendes Signal, das noch aus Kilometern Entfernung zu sehen ist. Die Ähnlichkeit mit dem Auge Saurons aus «Der Herr der Ringe» ist kaum zu übersehen.

Nach den Aufnahmen halten wir zum Laden. Die Ladestation ist direkt mit dem Kraftwerk verbunden. Zum ersten Mal auf dieser Reise wird die Verbindung greifbar. Sonnenenergie, gesammelt aus der Wüste um uns herum, fliesst direkt in die Batterien der Fahrzeuge neben uns.

Ein passender letzter Ladevorgang.

Mit vollen Batterien bewegt sich der Konvoi nach Westen, Richtung Marrakesch. Die späte Nachmittagssonne steht tief am Horizont. Vor uns wartet erneut das Atlasgebirge.

Wir sind auf dem Weg nach Hause.

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