Neue Wiederverwendungsmöglichkeiten für Altkunststoff

Kunststoff hat als Material eine bewegte Geschichte hinter sich.

Close-up of a grey Polestar seat

Einst galt Kunststoff als revolutionäres Wundermaterial und als Ideallösung für alle erdenklichen Probleme. Es ist transparent und formbar wie Glas, aber bei weitem nicht so zerbrechlich. Deshalb findet Kunststoff seit jeher unzählige Anwendungen.

Allerdings landet Plastikmüll trotz seiner Wiederverwertbarkeit wegen mangelhaften Recyclings und des geringen Restwerts grösstenteils auf der Deponie. Und im Meer. Die traurige Jahresbilanz: rund acht Millionen Tonnen.

Doch  Kunststoff ist im Begriff, seinen schlechten Ruf loszuwerden. Durch innovative Verfahren und kreative Lösungen werden neue Möglichkeiten der Verwertung von Altkunststoffen erschlossen. Einige davon setzen wir in die Praxis um.

Close-up of a grey Polestar seat with the text 3D Knit 100% recycl. PES and a yellow seatbelt

Das erste dieser innovativen Verfahren  ist Strick im 3D-Verfahren. Der aus der Mode- und Sportschuhindustrie bereits bekannte Stoff besteht zu 100 % aus recycelten PET-Flaschen. Er überzeugt durch hochwertige Optik und Haptik und verursacht dank passgenauer Fertigung keine Abfälle in der Produktion.

Das zweite Material ist recyceltes Nylon 6 aus alten Fischernetzen. Diese Netze werden von einer internationalen Sammelorganisation zur Verfügung gestellt, die eine nachhaltige Versorgung sicherstellt und zugleich verhindert, dass Plastikmüll im Meer landet.

Die dritte Werkstoffgruppe umfasst Kork und Flaschenverschlüsse aus der Weinwirtschaft. Diese Materialien sowie Rezyklate aus der Korkproduktion fliessen in die Herstellung der PVC-Innenausstattung ein.

Die vierte Kategorie bilden die Flachsgewebe von Bcomp und das innovative Material powerRibs™, das bei der Herstellung der Rücksitze verarbeitet wird.

Bei keinem dieser Werkstoffe wird in puncto Qualität oder Design ein Kompromiss eingegangen. „Ganz im Gegenteil. Sie bieten weitere hochwertige, moderne und stilvolle Möglichkeiten in der Ausführung, die unsere designorientierten Produkte aufwerten“, kommentiert Maximilian Missoni, Head of Design bei Polestar. „Wir konnten aus neuen Zusammenhängen und Technologien eine völlig neue Ästhetik ableiten und leisten damit einen Beitrag für die Gesellschaft.“

Kunststoff hat mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen: vom Wundermittel zur Umweltsünde, hin zu einer neuen, nachhaltigen Definition des Begriffs Premium. Kunststoff hat das dritte Stadium in seiner Geschichte erreicht, in dem die Vorteile der unglaublichen Langlebigkeit dieses Materials optimal zum Tragen kommen.

Weniger Plastikmüll im Meer. Mehr Premium in einem Polestar.

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