Leidenschaft und Profession - Polestar im Gespräch mit Ana Barros

Ana Sampaio Barros stammt ursprünglich aus Portugal. Ihr Architekturstudium führte sie von Lissabon, über die TU Darmstadt bis nach Wien. Dort lebt und arbeite ich bis heute. Nach renommierten Jobs in der Architekturbranche entdeckte sie Instagram und ihre Liebe zur Architekturfotografie. Heute ist sie Inhaberin ihrer eigenen Kreativagentur BTTR mit Sitz in Berlin und Wien und betreut Kund:innen weltweit. Zu ihren Top-Marken zählen Polestar, Amazon, Lufthansa, und viele mehr.

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Leidenschaft und Profession

„Vollkommene Perfektion überwältigt mich. Mir ist die Unvollkommenheit, das Imperfekte eigentlich lieber.“ Ana Barros ist Starfoto- und Videografin. Bei der Architekturfotografie ist die Lichtreflexion ihr erster Anker. Wie verhält sich das Licht im und am Gebäude, wie verändert wechselnder Lichteinfall Oberflächen? Lichtsituationen offenbaren die eigentlichen Intentionen der ArchitektInnen dahinter.

An zweiter Stelle sucht sie nach optischen Linien, Ebenen, wie hier an diesem Gebäude das Glas mit dem Beton, dem Metall und dem Kirchturm im Hintergrund interagiert. „Für das perfekte Foto tanze gerne um das Gebäude herum, suche perfekte Linien und Blickwinkel.“ 

Symmetrien bereiten ihr das größte Vergnügen. Kleine Fehler zu finden, die hellste Freude. Darum liebt sie ihr Medium, die Fotografie. Kleine Makel bessert sie nach einem Shooting im Photoshop aus. So einfach ist es auf der Baustelle nicht. Die Koordination vieler Menschen ist beinahe unmöglich und die damit verbundene Perfektion schier unerreichbar.“ Ihr Anspruch ist dahingehend sehr hoch. Berechtigt. Deshalb buchen sie ihre KundInnen, weltweit.  

Ana Barros ist gebürtige Portugiesin und lebt heute mit ihrer kleinen Familie in Wien. „Die Stadt ist wunderschön und hier passiert soviel“, sagt sie und hat zugleich Heimweh nach Portugal. Ihre 2,5 Jahre alte Tochter erschließt ihr neue Perspektiven und zwingt sie auch manchmal, einen Gang runter zu schalten. Bei der ersten Begegnung mit Ana wird einem erst bewusst, welch unendliche Power in dieser zarten Person steckt. Für Polestar kommt sie direkt von einem Overnightflug aus New York an den Drehort, posiert und fotografiert gleichzeitig, beantwortet Fragen und ist im Moment. Eine Frau, die nachhaltig beeindruckt. Ihre Energie zieht sie aus genau diesen Momenten. Beruflich darf sie sich mit der Schönheit der Dinge beschäftigen und wenn sie dann die Kamera anhebt, ist sie präsent, ganz im Moment und genießt. Für diese Zeitspanne ist nichts anderes wichtig. Nur sie, das Tänzeln und die Suche nach dem perfekten Blickwinkel. 

Die Faszination für das Schöne, die Kunst, war schon immer in ihr. Schon als kleines Mädchen liebte sie das Malen. Ihr Traumberuf? Künstlerin. „Aber mittelständische, portugiesische Eltern, möchten nicht, dass ihr Kinder so einen freien, brotlosen Job erlernen“, sagt sie lachend. Daher war ein Architekturstudium das nächstbeste, dass ihr in den Sinn kam. Ihre Entscheidung war goldrichtig. Schon nach dem ersten Semester wusste sie, hier schlägt mein Herz, hier gehöre ich hin. 

„Bis heute liebe ich alle Facetten meines Berufes. Die wahre Schönheit liegt im Detail. Bisher habe ich nur wenige Gebäude gesehen, die keinerlei Fehler aufweisen. In der Schweiz steht eines dieser Häuser und ich bin von der Perfektion überwältigt. Dabei meine ich einerseits, dass alle Linien, Kanten, Übergänge perfekt aufeinander treffen und andererseits, dass die Räume eine Ausstrahlung versprühen, die dich total vereinnahmt und eine Abreise schier unmöglich macht. Ausbalancierte Harmonie zwischen Materialien, der Umgebung, dem Klima. Wohlfühlen auf einer Ebene, die nicht in Worte zu fassen ist. Die Höhe der Räume, der Einsatz von Licht, das Wasser. Unbeschreiblich.“ Sie war erst letzte Woche dort und kann das Gefühl noch heute spüren. 

Die Rede ist von der Therme Vals. Peter Zumthor hat damit ein architektonisches Meisterwerk erschaffen. Der Architekt designte das Bauwerk aus 60.000 Platten Walser Quarzit. Bereits kurz nach der Eröffnung wurde die Therme unter Denkmalschutz gestellt. Minimalismus in Perfektion, Wohlfühlen in einer neuen Dimension. Das Gefühl in diesen Mauern sucht seinesgleichen. 

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Nachhaltigkeit

Zukünftiges Bauen muss generationsübergreifend gedacht werden. „Wer baut, muss Weitblick beweisen und mögliche Funktionen oder Einsatzgebiete vorhersehen. Wie wird das Bauwerk von zukünftigen Generationen genutzt oder sogar neu erfunden werden? Nachhaltiges Bauen beginnt für sie bei genau diesem Gedanken. Bei diesem Gebäude hier in Wiener Neustadt stand augenscheinlich schon früher der Mehrwert für die Gemeinschaft im Vordergrund. Der neue Teil fügt sich mit dem gleichen Anspruch, dem Gemeinwohl, ein und harmoniert bündig. So funktioniert durchdachtes Bauen heute. 

Zusätzlich ist der gewissenhafte Einsatz von Materialien für Ana wichtig. Woher kommen sie, wie kann Bestehendes wiederverwendet werden? Kurzfristige Billigbauweise führt schlussendlich nur zu einer nicht umkehrbaren Bodenversiegelung. Günstige Baustoffe sind nicht recycelbar und müssen meist nach wenigen Jahren ausgetauscht werden. Die Zukunft liegt im Revitalisieren von Altbestand. Auch hier treffen Licht, Schatten, rauer Beton auf alte Steine. Wunderschön. Das einfache Prinzip „form follows function“ wurde hier perfekt umgesetzt. 

Mit Polestar verbinde ich vor allem die Liebe zur Perfektion im Design und die Möglichkeit nachhaltigerer Fortbewegung.
Ana Barros

Polestar Polestar lebt und entwickelt Design nach genau diesen Ansprüchen. Form follows function wird bei jedem Auto perfekt umgesetzt. Fahrvergnügen auf höchsten Niveau, ohne mehr zu wollen oder weniger zu bieten. Das schlichte Design ermöglicht mir ein sicheres, ruhiges Reisen auf vier Rädern. Polestar bedient genau die Bedürfnisse unserer Zeit. Ich bin beruflich viel unterwegs. Nachhaltiges Fortbewegen ist für mich deshalb sehr wichtig. Erst kürzlich wurde mir wieder die Schönheit des Autos auf der Schanerlochbrücke in Dornbirn-Ebnit bewusst. Der Bürgermeister von Dornbirn beauftragte die Architekten Marte.Marte eine einfache Brücke aus Beton zu bauen. Jeder hätte dieses Bauwerk über der Ache errichten können, aber er setzte sich für etwas Besonderes ein. Zurecht. Der Tag war nebelig, die Umgebung, das Schroffe wirkte mystisch. Und dann ließen wir den Polestar darüber gleiten. Das weiße Auto war das Tüpfelchen auf dem i und komplementierte das Gemälde. 

Zukunft - Alles ist möglich.

Der größte Vorteil unserer Zeit ist die Möglichkeit, sich ständig zu verändern. Das kann überfordernd sein, bringt aber gleichzeitig ein großes Potenzial mit sich. In Anas Agentur liegt der Fokus mittlerweile mehr auf Videografie anstatt Fotografie. Sie beobachten den Markt und die Bedürfnisse der KonsumentInnen und fuchsen sich dann in das aktuelle Thema hinein. „Wenn dein Herz für etwas schlägt, kannst du dir heute alle Informationen online beschaffen und dich einarbeiten. Es ist wie in einen Hasenbau abzutauchen, zu recherchieren und lernen was geht und dann mit einer neuen Power aufzutauchen.“

Aktuell liebäugelt Ana mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben. Kein architektonischer Bildband im klassischen Sinn, sondern ein allumfassendes Werk über internationale Designströme, die sich in den unterschiedlichsten Ländern widerspiegeln. Also Wissen, Design, Fotografie, Perfektion. Alles vereint in einem Buch. Wir sind gespannt.

Nach Jahren des Globetrotter- und des überall zu Hause seins, sucht Ana mittlerweile das Gefühl von Heimat und weiß, dass ihres in Portugal zu finden ist. „Das Land hat alles, was ich zum Glücklichen brauche. Das Meer, die Sonne, gute Baustoffe, wunderschöne Fassaden.“ Dorthin zieht es ihr Herz.

In ihrer Mutterrolle sieht Ana die höchste Herausforderung darin, ihrer Tochter zu lernen, auf sich selbst zu hören. Der Rest ergibt sich dann ganz von selbst. Die Welt wird ihr offen stehen und wenn ihr Herz für eine Sache schlägt, ist die Wissensaneignung nur noch die Kür. Das ist das Aufregende an unserer Zeit und der Zukunft. Du kannst machen, was immer du willst. Es liegt an dir.

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