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Erstklassiger Hi-Fi-Klang: das Harman Kardon Audiosystem im Polestar 2

Einen fesselnden Hi-Fi-Klang unabhängig von der Hörposition genießen zu können ist eine fantastische Sache – findet jedenfalls Harman Kardon Akustik-Ingenieur Hans Lahti. Genau zu wissen, wo sich der Zuhörer vor den Lautsprechern befinden wird, ist ein Luxus, auf den die meisten Akustik-Ingenieure und Soundsystem-Designer leider verzichten müssen. Denn ganz gleich, wie viele Stunden sie in die Entwicklung, Fertigung und Feinabstimmung ihres Audiosystems stecken – am Ende können sie nicht wissen, ob es der Kunde entweder in eine enge Kellerecke quetschen oder großzügig über seine Betonterrasse verteilen wird.

Noch bevor der Kunde zum ersten Mal in seinem Auto sitzt, bin ich bereits den gesamten Innenraum durchgegangen. So kann ich das System basierend auf der Akustik in diesem sehr speziellen Raum perfekt abstimmen.

Deshalb kann es trotz des sehr begrenzten Raums und der Mischung aus reflektierenden und absorbierenden Oberflächen ein Segen sein, Soundsysteme für Autos zu entwickeln. So wie das 600 Watt starke Harman-Kardon-System mit 13 Lautsprechern im Polestar 2, das Lahti gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelt hat. „Noch bevor der Kunde zum ersten Mal in seinem Auto sitzt, bin ich bereits den gesamten Innenraum durchgegangen und weiß, wie alles funktioniert. So kann ich das System basierend auf der Akustik in diesem sehr speziellen Raum perfekt abstimmen“, behauptet Lahti und weist dabei auch auf den unschätzbaren Vorteil hin, genau zu wissen, wo sich die Lautsprecher im Verhältnis zum Zuhörer in einem Fahrzeuginnenraum befinden.

Die Anordnung der Lautsprecher ist eines der herausragenden Merkmale des Audiosystems im Polestar 2. Beispielsweise haben wir die Tieftöner nicht in den Innenverkleidungen der Vordertüren untergebracht, um den dort verfügbaren Stauraum zu vergrößern. Stattdessen befindet sich der Tieftöner weiter vorn unter der Motorhaube. „Das ist eine ziemlich coole Lösung, die aber auch mit gewissen Herausforderungen verbunden war. Denn nun sitzt der Tieftöner vorn rechts, was zu einer ungleichmäßigen Verteilung der tiefen Frequenzen führen könnte“, sagt Lahti. Dies wird jedoch durch zusätzliche Tieftöner in den beiden Hintertüren sowie von „Unison“ ausgeglichen – einem von der schwedischen Firma Dirac entwickelten Spezial-Algorithmus. Er sorgt dafür, dass alle Tieftöner in einem Audiosystem perfekt zusammenarbeiten (mehr Infos dazu finden Sie hier), anstatt miteinander zu konkurrieren. So liefert das System stets einen satten, immersiven und perfekt ausgewogenen Klang. „Bisher ist dieses System nur für Fahrzeuginnenräume verfügbar, da viele ausgeklügelte Abstimmungsschritte erforderlich sind, damit es optimal funktioniert“, erklärt Lahti. „Und das ist eindeutig ein Job für Profis.“

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Verwendung von Stoff anstelle von Metall oder Kunststoff für die Lautsprechergitter. Der einzige visuelle Hinweis auf die Anwesenheit eines Lautsprechers ist ein kleiner Knopf, der das typische Harman Kardon 60°-Muster trägt. „Wir haben eine Reihe von Akustiktests mit verschiedenen Innenraummaterialien durchgeführt, bis wir schließlich das Material ausfindig gemacht hatten, das die Klangqualität am wenigsten beeinflusst“, sagt Lahti. „Völlig unterschiedliche technische Disziplinen haben dafür eng zusammengearbeitet, und das Ergebnis kann sich absolut sehen und hören lassen.“

Eine solche interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt bei diesen Projekten eine entscheidende Rolle. „Die Entwicklung eines großartiges Soundsystems für einen Auto-Innenraum gleicht in vielen Aspekten dem Bau eines stabilen vierbeinigen Hockers“, behauptet Lahti auf die Frage nach dem Entwicklungsprozess. „Wenn eines seiner Beine fehlt, wackelt oder bricht, fällt er unweigerlich um, wenn man versucht, sich daraufzusetzen.“

Das erste Bein sind die Lautsprecher. Soundsysteme sind dazu da, die Musik so originalgetreu wie möglich wiederzugeben (genau dafür steht übrigens der englische Begriff „High Fidelity“ – kurz Hi-Fi). Deshalb sind die hochwertigsten Lautsprecher gerade gut genug, um die Musik genauso wiederzugeben, wie sie eigentlich für die Zuhörer klingen sollte.

Das zweite Bein ist der Verstärker. „Verstärker erhöhen heutzutage nicht nur die Stromstärke, damit die Musik lauter wird“, sagt Lahti. „Sie übernehmen auch die gesamte Signalverarbeitung, die erforderlich ist, um den Klang optimal an die jeweilige akustische Umgebung anzupassen."

Und das führt uns direkt zum dritten Bein: der Installation des Systems selbst. Man kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig die Platzierung der Lautsprecher für den gesamten Klang ist. Das kann bestimmt jeder bestätigen, der bei einem Konzert schon einmal zu nahe an einem Marshall-Lautsprecher-Stack gestanden hat. „Wenn der Hochtöner zu weit unten platziert ist, geht die Brillanz des gesamten Klangs verloren“, verdeutlicht Lahti. „Wenn die Fixierungspunkte nicht stabil genug sind, vibrieren die Lautsprecherblenden stärker. Und so weiter und so fort.“ Laut Lahti müssen sich die Ingenieure und Designer spätestens vier Jahre vor dem geplanten Produktionsbeginn über die genaue Anzahl und Platzierung der Lautsprecher einig werden. „Ungefähr 80 % meiner Arbeit bestehen aus Diskussionen, Kompromissen, Betteln und Schreien, damit ich am Ende genau das bekomme, was ich an der jeweiligen Stelle für einen perfekten Klang brauche“, erklärt er. „Dann muss man nur noch warten, bis die ersten physischen Autos zur Verfügung stehen, damit man mit eingehenden Tests und Analysen unter echten Praxisbedingungen beginnen kann.“

Und das vierte Bein ist die Feinabstimmung. Diese dauert je nach Modell ungefähr sechs bis sieben Wochen und ist verständlicherweise ein sehr komplexer Prozess. Dabei verwenden wir Wiedergabelisten aus allen denkbaren Genres, um eine möglichst originalgetreue Wiedergabe des gesamten Klangspektrums zu erzielen. „Schließlich ist ein Audiosystem nicht mehr und nicht weniger als ein Wiedergabegerät“, betont Lahti. „Je weniger man der ursprünglichen Aufnahme hinzufügt oder von ihr ablenkt, desto näher kommt man dem ursprünglichen Klangerlebnis.“

Das ist es auch, was ein Soundsystem nach Lahtis Meinung überhaupt erst so richtig hochwertig macht: eine optimierte Frequenzerweiterung, tiefere Bässe, brillantere Höhen und eine beeindruckende Lautstärke ohne harsche Töne. Und das alles natürlich so effizient wie möglich.

Bei Soundsystemen steht die Effizienz im direkten Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Leichtere Lautsprecher, die weniger Material benötigen, eine höhere Leistung haben und weniger Batteriestrom verbrauchen, sind nicht nur effizienter und ökologischer, sondern verringern gleichzeitig auch das Gewicht des gesamten Fahrzeugs.

Ein wahres Premium-Audiosystem sollte die Zuhörer im Auto mit seinem Klang buchstäblich fesseln. Und genau das macht das sorgfältig konzipierte, entwickelte, installierte und abgestimmte System im Polestar 2. Sein Klang beeindruckt selbst erfahrene Profis wie Hans Lahti, die fast schon ihr gesamtes Berufsleben damit zugebracht haben, den Klang solcher Systeme mit geschulten Ohren zu entwickeln, abzustimmen und zu analysieren.

„Meinen Freunden sage ich, dass mein Job darin besteht, den ganzen Tag lang Musik in Luxusautos zu hören“, sagt Lahti. „Wer würde solch einen Job nicht lieben?“

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