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Fünf Fragen an Lisa Bolin

Lisa Bolin war bis vor kurzem bei Polestar als Expertin für Lebenszyklusanalysen tätig. In ihrer neuen Rolle als Climate Lead erarbeitet sie nun Maßnahmenpläne, die Polestar den Weg zur Klimaneutralität ebnen sollen, und sucht nach Lösungen für den Einsatz erneuerbarer Energien in der gesamten Lieferkette.

Sieht Ihr Arbeitsalltag wirklich so aus, wie ihn sich die meisten Leute vorstellen?

Ich weiß nicht genau, was sich die Leute vorstellen. Bei vielen Projekten arbeite ich jedenfalls eng mit dem Ingenieursteam zusammen. Ich weiß daher viel über die Fahrzeuge, ihre Bauteile und die verwendeten Materialien. Manche Leute denken vielleicht, dass ich als Führungskraft nicht so direkt an den Projekten beteiligt bin. Aber ich glaube, die meisten wissen, was ich tue. Derzeit arbeite ich an der Entwicklung einer klarer definierten Klimastrategie. Alle Abteilungen müssen wissen, welche Maßnahmen zum Erreichen der Klimaneutralität erforderlich sind und wie sie ihren Beitrag leisten können – und das betrifft nicht nur unsere Produkte, sondern auch unsere Polestar Spaces oder etwa Geschäftsreisen.  

 

Was ist das Beste an Ihrem Job?

Ich befasse mich schon seit zirka zehn Jahren mit Lebenszyklusanalysen. Dabei muss man neugierig sein, ständig Neues lernen wollen und nicht davor zurückschrecken, nachzubohren und in die Tiefe zu gehen. Da unsere Produkte ziemlich komplex sind, verstehe ich natürlich nicht jedes einzelne Detail. Aber wenn ich mit dem Ingenieursteam spreche, muss ich versuchen, zu verstehen, wie die einzelnen Bauteile funktionieren. Wenn man im Bereich Nachhaltigkeit arbeitet, trifft man viele Leute aus den verschiedensten Abteilungen. Das macht Spaß. Als Climate Lead arbeite ich derzeit mit allen Abteilungen an der Entwicklung von Maßnahmenplänen zusammen, die darauf abzielen, die Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf das Klima zu reduzieren. Meine Arbeit gefällt mir – es ist die Fortsetzung von dem, was ich bei der Bestimmung des CO2-Fußabdrucks des Polestar 2 tat. Jetzt wissen wir, worauf wir unser Hauptaugenmerk legen müssen, und haben Maßnahmen ergriffen, um die Klimafolgen unseres Produkts zu reduzieren.

 

Welchen anderen Job würden Sie gerne machen, wenn Sie nicht diesen hätten?

Da ich von Natur aus neugierig bin, würde ich wahrscheinlich viele verschiedene Dinge tun. Unterrichten gefällt mir; vielleicht wäre ich Lehrerin. Ich interessiere mich für Chinesisch und beherrsche es mittlerweile recht gut. Chinesisch-Lehrerin wäre also definitiv eine Option. Manchmal denke ich auch, es würde mir Spaß machen, Anwältin oder Journalistin zu sein.

 

Gibt es irgendwelche Trends, die Ihren Arbeitsbereich derzeit besonders stark prägen?

Bei unseren Lebenszyklusanalysen konzentrieren wir uns auf die CO2-Emissionen. Ich habe das Gefühl, das Übereinkommen von Paris und engagierte Personen wie Greta Thunberg machen die Klimafrage für uns alle immer realer. Auch in China tut sich mittlerweile mehr; das Bewusstsein fürs Klima wächst. Wie ernsthaft ein Unternehmen auf das Klimaproblem eingeht, hängt auch von seiner Branche ab, und zu einem großen Teil vom Druck, der auf ihm lastet. Die Kundschaft von heute will es genau wissen: „Wie groß ist der CO2-Fußabdruck dieses Autos?“ „Wie sieht es mit der CO2-Bilanz der Batterie aus?“ Der Druck kommt also nicht nur von der Gesetzgebung, sondern auch von Kundenseite. Das ist großartig.

 

Was ist Ihre Lieblingserfindung?

Hmm, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Es gibt so viele tolle Erfindungen, da sage ich glatt etwas Alltägliches: Saugroboter. Ich hasse Staubsaugen und könnte ohne meinen Saugroboter nicht leben!

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